Springe zum Inhalt

Text Dietlind

Wohnungslose, der Ausdruck der Existenzangst durch gesellschaftliche Gewalt

Seit ewigen Zeiten diskriminiert die herrschende Gesellschaft Menschen, um sie für ihre Ziele zu missbrauchen.

Macht bedeutet die Fähigkeit des fremdbestimmten Missbrauchs.

Deswegen verweigert die herrschende Gesellschaft existenzielle Grundbedürfnisse, wie Wohnung und existenzielle Leistungen, um rechtlose Sklaven zu erzeugen, die sie für ihre Interessen beim materiellen Leben foltert.

Menschen wurden für vogelfrei erklärt, gesteinigt, ermordet auf sadistische Weise durch die etablierte Gesellschaft, wenn sie ihre geistige Freiheit einforderten.

Hexen(r) wurden verbrannt nach der peinlichen Befragung, um zu züchtigen. Das war Ausdruck der Abschreckung, Freiheit im Denken und Sein einzufordern.

Das was ich denke, bin ich.

Noch heute kriminalisiert und psychiatrisiert die etablierte Gesellschaft im Sinne der Erhaltung von Macht, der Fremdbestimmung per willkürlicher Erschaffung von Gesetzen. Ausdruck dieser Entrechtung durch die Gesetze ist die Erschaffung des künstlichen Produkts, Geld, das aus der Enteignung von Arbeitskraft und Boden jede Freiheit im Keim erstickt über die Gesetze der Macht.

Materielle Existenz bedeutet damit die Akzeptanz von Sklaverei. Geld bedeutet Macht.

Wohnungslos ist die Aufgabe der materiellen Existenz. Die Freiheit im Denken und Sein lebt mit der geistigen Freiheit.

Das Bewusstsein, der tatsächliche Wille, ist die Chance, die Freiheit zu nutzen für die Verwirklichung der eigen Träume und Wünsche, ohne der Willkür der herrschenden Gesellschaft folgen zu müssen.

Deshalb foltert die herrschende Gesellschaft Menschen pausenlos in ihre Abhängigkeit und die Mehrheit fügt sich in das Joch der Sklaverei. Das Elend lebt nicht von der Stärke der Mächtigen, sondern vom Mitmachen der freiwilligen Sklaven. Die materielle Bequemlichkeit und die Ignoranz der geistigen Verantwortung für die perfide Unmenschlichkeit der Mächtigen, spaltet uns, bevor uns die geistige Bestimmung einholt.

Es gibt keinen geistigen Tod, nur einen Materiellen. Wünsche, Träume leben unabhängig von der materiellen Existenz. Die geistige Freiheit ist ein Perpetuum Mobile, das Gewissen, das die eigene Bestimmung offenbart.

Geld erschufen die Mächtigen, um das Perpetuum Mobile zu kontrollieren. Doch die geistige Bestimmung folgt dem Ideal der Freiheit. Sie unterliegt keiner Kontrolle. Sie ist Ausdruck des kollektiven Willens und setzt auf gelebte Wahrheiten.

Aussprechen von Wahrheiten bedeutet Provokation. Die Steigerung dessen, ist die Umsetzung der Wünsche und Träume, die nicht von der herrschenden Gesellschaft akzeptiert ist.

 

Mein Traum ist ein natürliches Leben. Seit 2009 lebe ich wohnungslos in Berlin. 2016 gelang es mir einen Garten zu pachten. Ein Garten und ein Häuschen darin, ein Kindheitstraum.

Selbstverwirklichung im Einklang mit Mutter Natur.

Das war die Chance der Veränderung der herrschende Gesellschaft, dachte ich, als ich ein Angebot einer Kirche in Berlin annahm.

Ein zeitlich nicht begrenzter Pachtvertrag, frei von Geldleistungen, ließen mein Herz höher schlagen. Bis zu jenem Tag, als ich mich fragen musste, ob Wohnungslose benutzt werden für die Spiele der Mächtigen, um dabei erneut versklavt zu werden.

 

Der mir anvertraute Garten musste aufgeräumt werden. Das alte Haus darin riss ich ab, um ein Neues zu bauen.

Die Gartennachbarn in der Gartensparte reagierten gereizt auf meine Anwesenheit im Garten und kontrollierten meine Aktivitäten. Zäune wurden gesetzt und die Kommunikation und die Begrüßung versagt, wenn ungeliebte Veränderungen beobachtet wurden. Obwohl ich das Einverständnis zur Umgestaltung des Gartens nach meinen Wünschen durch die Kirche hatte, wurde das Verhältnis immer frostiger. Einer lautstarken Diskussion um die Wasserrechnung, folgte die Versagung der Begrüßung. Mein Fahrrad hatte so oft einen Platten, das nicht nur vielfach der Schlauch, sondern auch 2 mal der Mantel gewechselt werden musste. Keiner der Nachbarn konnte dazu etwas sagen.

Erst als ein Gartennachbar wegen mir die Wohnung und den Garten kündigte, warf ein anderer

im Beisein einer Bekannten eine Bierflasche nach meiner Bekannten und mir, um mir dies zu sagen.

Die gerufene Polizei attackierte der Gartennachbar mit der Stange seines Sonnenschirms.

Meine Strafanzeige gegen ihn, nahm er zum Anlass weiterer Provokationen.

Die Kirchenverwaltung ignorierte meinen Vorschlag einer Aussprache mit dem angezeigten Gartennachbarn. Keinen, außer mir, schien die Motivation für die Provokationen zu interessieren.

Erst eine weitere Straftat meines Gartennachbarn unabhängig von mir und der Gartenkolonie, veranlasste ihn, den Pachtvertrag selbst zu kündigen.

War das organisiertes Mobbing, um mich zur Aufgabe des Gartens zu zwingen?

 

Seit dem denke ich, dass Wohnungslose gern benutzt werden und meine Fähigkeiten nur geduldet wurden, um das Gartengrundstück wertmäßig aufzubessern, um den Eigentümer eine akzeptabele Pacht einzubringen.

Der Ausgang der Strafanzeige ist noch offen.

Ist die Gesellschaft fähig, geistige Freiheit zu ertragen? Oder bleibt es bei dem Spiel der Mächtigen, die Versklavung mit materiellen Gewinn und menschlicher Ignoranz?

 

Wer ähnliche Erfahrungen mit dem Benutztsein und der Existenzangst hat, sollte sie aufschreiben oder künstlerisch ausdrücken. Das Aussprechen bietet die Chance der Veränderung. Die Publikation ist gefürchtet. Macht und Geld leben von der Lüge, vom fremdbestimmten Missbrauch, der Gewalt gegen Rechtlose, denen eine materielle Existenz abgesprochen wird.

Die Akzeptanz von Wohnungslosen ist der Maßstab des menschlichen Denkens in der jetzigen Gesellschaft. Die Schaffung von existenziellen Grundrechten für alle, wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen, bedeutet das Ende der Versklavung und der Gier nach dem Geld.

In Finnland probiert man es einfach aus. Bei uns lehnen es Parteien ab. Der Vorstand der Partei "Die Linke" hat sogar eine Abstimmung für ein Bedingungsloses Grundeinkommen den Parteimitgliedern verboten! Wie weit entfernt sind wir von geistiger Freiheit?

Lasst uns darüber sprechen! Wer will schon Sklave des Geldes sein für immer? Warum muss es Wohnungslose geben?

 

 

Dietlind Schmidt